
Das Ziel der Studie ist die exakte Bestandsaufnahme der Online-Präsenzen aller deutscher Abgeordneten mit Fokus auf Web 2.0-Applikationen. Beantwortet werden sollen unter anderem die Fragen: Wer ist überhaupt im Internet mit eigener Webseite zu finden? Wer nutzt Blogs, Twitter, Facebook und Co.?
Des Weiteren werden anhand der vorhandenen Internetpräsenzen Punktzahlen vergeben und Vergleiche (Rankings) aller Abgeordneten, aller Landesparlamente, der Parteien, der Altersgruppen, der neuen und alten Bundesländer und der Flächenstaaten gegenüber den Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin erstellt.
In erster Linie steht der Blick auf Entwicklungen in der Bundesrepublik im Fokus, so dass die Abgeordneten des Europäischen Parlaments in dieser Studie nicht berücksichtigt wurden. Somit wurden die Internetaktivitäten sämtlicher Abgeordneter des Deutschen Bundestages (612 Mitglieder) und aller Landesparlamente (inkl. der Stadtstaaten 1.825 Mitglieder) auf ihre Web 2.0-Aktivitäten hin untersucht. Methodisch wurde eine quantitative Inhaltsanalyse durchgeführt, indem zunächst auf Grundlage gängiger Forschungsliteratur die Kriterien und möglichen Ausprägungen im Bereich Web 2.0 identifiziert und in ein Codebuch übertragen wurden. Anschließend wurde über die Homepages der Parlamente die Grundgesamtheit der Abgeordneten ermittelt und in einem weiteren Schritt (wiederum über die Parlamentshomepages und Suchmaschinen) festgestellt, welche Abgeordneten über eine Homepage verfügen und welche nicht. Daraus ergab sich die Grundlage von 1.941 Abgeordneten im Bereich der untersuchten Parlamente, die eine eigene Homepage vorhalten.
Die Studienergebnisse münden in länder- und bundesspezifische Rankings, in denen alle Politiker mit eigener Webpräsenz erfasst und gemäß der von ihnen erreichten Punktzahl einen Ranking-Platz erhalten. Die Gewichtung durch unterschiedliche Punkteskalen für Web 2.0-Aktivitäten basiert wiederum auf der gängigen Forschungsliteratur und berücksichtigt den Aufwand, der für das Erstellen und Pflegen der einzelnen Angebote notwendig ist bzw. welche Felder besonders stark in der Kommunikation eingesetzt werden können.
Die erhobenen Daten werden – ungewichtet und gewichtet – einer ausführlichen Analyse unterzogen, um schließlich ein umfassendes Bild der deutschen Abgeordneten im Web 2.0 vorlegen zu können.